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Mehrfamilienhaus / HE / AB - 2023
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Treppenhaus Gründerzeit

Die Kunst der Sanierung liegt darin, das Wertvolle zu bewahren und ihm neue Ausdruckskraft zu verleihen.

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Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Flur mit Glas-Pendelleuchten und schmiedeeiserner Glastür
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – historische Haustür mit Oberlicht und Sandsteinportal
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Treppenantritt der gewendelten Holztreppe mit weißem Geländer
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Blick von oben auf die gewendelten Holzstufen
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – gewendelte Holztreppe mit gedrechselten Geländerstäben
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Detail der naturbelassenen Holzstufen hinter Geländerstäben
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – restaurierte Deckenleuchte mit Emailleschirm
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Treppenpodest mit Fenster und Blick ins Grüne
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Blick durch das Treppenauge über mehrere Läufe

Der sensible Umgang mit historischer Architektur sollte stets mit dem Anspruch erfolgen, vorhandene Baukultur durch bedachte Eingriffe in der Architektursprache zu erhalten oder zu verbessern.

Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – Treppenlauf mit weiß lackierten Wangen und Holzstufen
Saniertes Gründerzeit-Treppenhaus – historischer Klingelknopf auf weißer Wand
PROJEKTBESCHREIBUNG
Mehrfamilienhaus / HE / AB - 2023

Stilvolle Gründerzeit - Historische Handwerkskunst, behutsam in die Gegenwart geführt

115 Jahre Geschichte: Standfestigkeit, Alterung, aber auch Beharrlichkeit stecken in der vorhandenen Bausubstanz dieses städtischen Mehrfamilienhauses, welches sich zu Beginn des Projektes mit dem Resultat schnörkelloser Renovierungsaktivitäten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts präsentierte.

Stellte die Gründerzeit mit Ihrer Architektursprache in den Städten noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Wirtschaftsaufschwung und Urbanisierung da, welche gerne mit Verzierungen und Ornamenten den gesellschaftlichen Status repräsentieren sollten, wurde das Wohnen in der Stadt in den Nachkriegsjahrzehnten stark von einfacher Funktionalität und Pragmatismus geprägt.

Genau diese Jahrzehnte pragmatischer »Überkleisterung« haben aber vermutlich mit dazu beigetragen, die historische Holztreppe über vier Etagen zu erhalten, die nun in liebevoller Handarbeit, durch das Entfernen mehrerer Lack-, Spachtel- und Belagschichten zum Vorschein kam.

Ebenfalls wurden das Erdgeschoss mit historischen Fliesen und neuen Eingangstüren, in welche alte Bauteile mit eingearbeitet wurden, in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt.

Trotz des sensiblen Umgangs mit der alten Gebäudehistorie, wurde nicht auf moderne Technik, Sicherheits- und energetische Standards verzichtet. Diese wurden konsequent mit Liebe zum Detail eingearbeitet, teilweise neue interpretiert oder kombiniert.

Neben der bereits vorhandenen Holztreppe, den neuen historischen Zementfliesen, und den neuen Haustüren wurden auch die Fenster modernisiert in einer klassischen, aber modern interpretieren Form und Einteilung, der Epoche entsprechend, eingebaut.

Emaille und Bakelit als Oberflächen finden sich in den Lampen und Schaltern als Hommage an die Gründerzeit wieder. Der typische regionale rote Natursandstein wurde im Innenbereich leicht aufgearbeitet, erzählt jedoch bewusst die Geschichte des Hauses und Ihrer Bewohner über mehrerer Generationen.

FAKTEN UND ZAHLEN
PLANUNGS- UND
GENEHMIGUNGSPHASE
3 Monate
BAUPHASE INKL.
AUSSENANLAGE
24 Monate
GRUNDSTÜCK
GRÖSSE
225 m²
BRUTTO
GRUNDFLÄCHE (BGF)
62 m²
BRUTTO
RAUMINHALT (BRI)
180 m³
WOHN-
NUTZFLÄCHE
233 m²
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